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2019-10-10

Kommunikationstrends #GFS20 - Urban Circular Food Economy: Beispiele sind stärker als Worte?

Die fortschreitende Digitalisierung sowie ein verstärktes Bewusstsein für Nachhaltigkeit stellen auch die Food-Industrie vor Herausforderungen. Neue, technologisch getriebene Ansätze wie die „Urban Circular Economy” bieten hier Lösungen. Wer sich darunter nichts vorstellen kann: Unter dem Begriff Circular Economy versteht man laut Wikipedia „ein regeneratives System, in dem Ressourceneinsatz und Abfallproduktion, Emissionen und Energieverschwendung durch das Verlangsamen, Verringern und Schließen von Energie- und Materialkreisläufen minimiert werden”.

Solche Innovationen werden sich aber nur dann durchsetzen, wenn sie auch erfolgreich kommuniziert werden. Initiativen und Kongresse wie der Global Food Summit spielen hierbei eine entscheidende Rolle. So ist das zentrale Thema des Global Food Summit 2020 dann auch die „Urban Circular Food Economy”. Ubermetrics unterstützt den Global Food Summit auch dieses Mal wieder als Medienpartner und analysiert die gesamte öffentliche Kommunikation im Netz rund um das Themenspektrum des Global Food Summit. Außerdem werden weitere Trends, Themen und Influencer identifiziert. 

Ubermetrics hat über einen Zeitraum von drei Monaten (Juli bis September 2019) die gesamte deutsch- und englischsprachige Kommunikation rund um die Themen des Global Food Summit 2020 beobachtet und analysiert. Insgesamt wurden mehr als 55.000 Artikel, Videos, Bilder, Kommentare, Pressemeldungen sowie Tweets und andere Erwähnungen in sozialen Netzen mit folgendem Ergebnis ausgewertet:

Die Themen „Klimaschutz” und „Nachhaltigkeit” prägen die Diskussion rund um die Circular Economy
Die „Circular Economy” ist jetzt eine Kernkomponente der ”2050 Long-Term Strategy” der Europäischen Union für ein klimaneutrales Europa sowie Bestandteil des laufenden Fünf-Jahres-Plans der Volksrepublik China. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Kommunikation rund um das Thema Circular Economy wider: Bei einem Großteil der bei unserer Analyse betrachteten Erwähnungen sehen wir einen eindeutigen Bezug zu den Themen Klima, Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Hier sind einige beispielhafte Erwähnungen zur aktuellen Klimabewegung, zur Climate Week und zur UN General Assembly (UNGA) in New York:

    

Die Kommunikation zum Thema „Urban Circular Food Economy” ist überwiegend positiv
Das Thema „Urban Circular Food Economy” wird in der Öffentlichkeit vergleichsweise wenig, dafür aber grundsätzlich positiv diskutiert: Mehr als zwei Drittel aller Erwähnungen (67 Prozent) .sind positiv. Viele Verbraucher, Medien und Organisationen scheinen hier insbesondere potenziell positive Effekte zur Bekämpfung des Klimawandels zu sehen. Das zeigen zum Beispiel Erwähnungen wie dieser Beitrag der New York Times, der auch weitere positive Erwähnungen in sozialen Medien generierte:



Institutionen setzen sich für die Circular Economy aktiv ein, vernachlässigen aber die Kommunikation
Viele öffentliche Institutionen und Verbände - wie zum Beispiel die UN oder die Europäische Kommission - gehen das Thema Circular Economy aktiv an. Das zeigen Beispiele wie der UN Climate Summit oder das “Local Sustainability Programme” der Stadt Helsinki. 

Öffentliche Institutionen gestalten die Diskussion aber nur sehr bedingt. Es gibt nur wenige, sachliche Erwähnungen in Form von Presseerklärungen, Berichten oder News Updates, die größere Bevölkerungsgruppen nicht erreichen und kaum Resonanz erhalten:




Dieses Muster kennen wir bereits: Wie bei unserer letzten Analyse (“KI in der Food-Industrie”), scheint es auch hier keinen strukturierten Kommunikationsansatz zu geben - einer der Schlüsselfaktoren für die Akzeptanz und erfolgreiche Umsetzung von Innovationen.